Doppelte Buchführung einfach erklärt | Grundlagen, Aufgaben (2023)

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Doppelte Buchführung einfach erklärt | Grundlagen, Aufgaben (1)

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 25.10.2022

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Definition

Definition:Was ist doppelte Buchführung?

Die doppelte Buchführung (auch Doppik genannt) ist die Methodik der Buchhaltung, bei der jeder Geschäftsvorfall doppelt gebucht wird – auf Konto und Gegenkonto. Man spricht auch von der sogenannten Soll- und Haben-Buchung.‍Die doppelte Buchführung dient buchführungspflichtigen Unternehmen zur Gewinnermittlung durch Aufstellen von Bilanz und GuV – also dem zweiteiligen Jahresabschluss.

Was ist Doppik?

Doppik ist ein Kunstwort, das die doppelte Buchführung bezeichnet – sowohl im kaufmännischen als auch im öffentlichen Bereich. Häufiger wird der Begriff jedoch in Verbindung mit der öffentlichen Verwaltung verwendet. Hier beschreibt er die Umstellung von der Kameralistik (bisherige Buchführung der öffentlichen Verwaltung) auf die doppelte Buchführung, die in der Privatwirtschaft üblich ist.

Es gibt verschiedene Ansätze, für was die Abkürzung Doppik steht:

  • Doppelte Buchführung in Konten (Soll und Haben)
  • Doppelte Buchführung in Kommunen
  • Die Endung „ik“ in Doppik ist angelehnt an die Endung in Kameralistik
  • Doppelte Buchführung und Logik

Wie funktioniert doppelte Buchführung?

Die doppelte Buchführung oder Doppik verbucht jeden Geschäftsvorfall auf dem entsprechenden Konto. Am Ende des Geschäftsjahres erfolgt der Abschluss der Kontenarten wie folgt:

  • Bestandskonten werden direkt über die Bilanz abgeschlossen.
  • Erfolgskonten werden in der GuV abgeschlossen.
    Das GuV-Konto ist wiederum ein Eigenkapitalkonto – der Abschluss findet also auf der Passivseite der Bilanz statt.
Doppelte Buchführung einfach erklärt | Grundlagen, Aufgaben (2)

Schema der doppelten Buchführung: Von der Buchung eines Belegs auf Konten bis zum Abschluss der GuV und Bilanz

Aufgaben der doppelten Buchführung

Die doppelte Buchführung hat grundsätzlich drei Aufgabenschwerpunkte:

  1. Wie funktioniert doppelte Buchführung?
    Diese Aufgabe bildet die Grundlage für den Jahresabschluss durch Aufstellen von Bilanz und GuV. Bei jedem Geschäftsvorfall sind stets mindestens zwei Konten betroffen: Konto und Gegenkonto. Das Buchungsprinzip der doppelten Buchführung lautet „Soll an Haben“. Wie die Soll- und Haben-Buchführung genau funktioniert, lesen Sie hier.
  2. Vermögensvergleich anhand Eröffnungs- und Schlussbilanz
    Ziel der doppelten Buchführung ist die Aufstellung der Bilanz. Sie ist ein Teil des Jahresabschlusses. Jedes Geschäftsjahr wird mit der Schlussbilanz abgeschlossen. Eine wichtige Grundlage ist dabei das Inventar. Die Schlussbilanz des vergangenen Geschäftsjahres ist gleichzeitig die Eröffnungsbilanz des Folgejahres.
  3. Unternehmenserfolg anhand Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
    Mithilfe der GuV wird der Gewinn (oder Verlust) eines Unternehmens ermittelt. Sie ist der zweite Teil des Jahresabschlusses und ein wichtiges Indiz für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Denn hier werden die Aufwendungen und Erträge eines Geschäftsjahres einander gegenübergestellt.

Für wen gilt die Buchführungspflicht?

Die Buchführungspflicht und alle damit einhergehenden Anforderungen sind im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt. Nicht jedes Unternehmen ist zur doppelten Buchführung verpflichtet. Einige dürfen aufgrund ihrer Unternehmensform oder der erzielten Umsätze auch die einfache Buchhaltung in Form der EÜR anwenden.

Doppelte Buchführung einfach erklärt | Grundlagen, Aufgaben (3)

Wer ist buchführungspflichtig? Diese Infografik erklärt, welche Unternehmen die doppelte Buchführung machen müssen und wer die vereinfachte EÜR machen darf.

Kriterien für die Pflicht zur doppelten Buchführung

Bei der Buchführungspflicht sind drei Kriterien entscheidend:

  1. Die Unternehmensform bzw. Rechtsform
    Die Buchführungspflicht gilt für folgende Handelsgesellschaften: KG, OHG, AG, GmbH, GmbH & Co. KG.
  2. Der Eintrag im Handelsregister
    Die oben genannten Handelsgesellschaften müssen im Handelsregister eingetragen sein. Daneben können auch Selbstständige ihr Kleingewerbe ins Handelsregister eintragen lassen. Sobald sie dort verzeichnet sind, müssen auch sie eine doppelte Buchführung machen, selbst wenn sie sonst nicht dazu verpflichtet wären.
  3. Jahresumsatz und Jahresgewinn
    Zu guter Letzt müssen alle Einzelunternehmen die Doppik anwenden, die mehr als 600.000 Euro Umsatz bzw. über 60.000 Euro Gewinn pro Jahr erwirtschaften.
    Für landwirtschaftliche Betriebe gilt eine weitere Ausnahme. Hier spielt neben der Jahresgewinngrenze von 60.000 Euro außerdem der Wert der Nutzfläche eine Rolle. Dieser darf 25.000 Euro nicht überschreiten, um von der Buchführungspflicht befreit zu sein.

Wer muss keine doppelte Buchführung machen?

Von der Pflicht zur doppelten Buchführung ausgenommen sind Freiberuflicher, Selbstständige und Kleinunternehmer, die nicht im Handelsregister eingetragen sind. Für alle anderen Einzelunternehmer und landwirtschaftlichen Betriebe gelten die Einkommensgrenzen: Wer weniger als 600.000 Euro Umsatz und 60.000 Euro Gewinn in einem Geschäftsjahr erzielt, muss keine doppelte Buchführung machen, sondern darf stattdessen die EÜR anwenden.

Warum kann die Doppik auch für Nicht-Buchführungspflichtige sinnvoll sein?

Obwohl viele Unternehmer nicht dazu verpflichtet sind, kann die freiwillige doppelte Buchführung durchaus Vorteile haben. Die Doppik ist zwar wesentlich aufwendiger als die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, sie gewährt aber auch tiefere Einblicke in die aktuelle Unternehmenslage. Sie ermöglicht den Vergleich mit Vorjahreswerten und hilft maßgeblich dabei, fundierte, zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen.

Die freiwillige doppelte Buchführung kann in folgenden Fällen sinnvoll sein:

  • Das Unternehmen befindet sich im Wachstum und wird die Einkommensgrenzen für die EÜR in absehbarer Zeit überschreiten.
  • Das Unternehmen erzielt hohe Umsätze, hat einen großen Kundenstamm und benötigt daher einen besseren Überblick über die aktuellen Unternehmenszahlen.
  • Das Unternehmen plant in der nächsten Zeit mit größeren Investitionen und ist auf Kredite und Investoren angewiesen.

Die Bilanz: Aktiva und Passiva

Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) eines Unternehmens zum Jahresabschluss. Sie bezieht sich also auf einen bestimmten Zeitpunkt (Bilanzstichtag).

Doppelte Buchführung einfach erklärt | Grundlagen, Aufgaben (4)

Der Aufbau der Bilanz: Aktiva und Passiva sind immer im Gleichgewicht

Definition

Woher kommt der Begriff Bilanz?

Das Wort Bilanz kommt aus dem lateinischen „bilancia“ und ist mit dem heutigen Begriff „Waage“ gleichzusetzen. Dies ist also ein Symbol dafür, dass sich Aktiva (linke Seite) und Passiva (rechte Seite) immer im Gleichgewicht befinden.

Die Bilanz gibt also Aufschluss zu folgenden Fragen:

  • Vermögen (Aktiva): Wofür wurden die finanziellen Mittel des Unternehmens verwendet?
  • Kapital (Passiva): Wo kommen diese Mittel her?

Mehr Informationen zur Erstellung einer Bilanz finden Sie hier.

Die GuV: Aufwand und Ertrag

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist wie die Bilanz in zwei Teile gegliedert. Durch die Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen kann der Gewinn bzw. Verlust des Unternehmens ermittelt werden. Mit den Erfolgskonten werden folgende Fragen beantwortet:

  • Aufwendungen: Wodurch wurden Kosten verursacht?
  • Erträge: Womit hat das Unternehmen Geld verdient?

Der Unterschied zwischen Bilanz und GuV

Der Unterschied zwischen Bilanz und GuV ist in der folgenden Tabelle einfach erklärt.

Bilanz

GUV

Gegenstand

Bestände

Erfolge

Sichtweise

Momentaufnahme (Bilanzstichtag)

Zeitraum (Rechnungsperiode)

Aussage

Unternehmenserfolg (zu einem bestimmten Zeitpunkt)

Gewinn / Verlust (in einem bestimmten Zeitraum)

Konten der Buchführung

Konten bilden als kleinste Einheit die Grundlage der doppelten Buchhaltung. Jeder Geschäftsvorfall wird auf zwei verschiedenen Konten erfasst – Konto und Gegenkonto. Daher kommt auch die Bezeichnung „doppelte“ Buchführung. Der Geschäftsvorfall wird auf einem Konto im Soll und auf dem anderen im Haben gebucht. Man spricht daher auch von der Soll- und Haben-Buchführung.

Die Kontenarten: Eine Kontenklassifizierung

Grundsätzlich können Kontenarten in mehrere Ebenen klassifiziert werden, die jeweils in die Bilanz oder in die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) einfließen:

(Video) DOPPELTE BUCHFÜHRUNG ✅ Buchen einfach erklärt ⭐ GripsCoachTV

Kontenart 1. Ebene

Kontenart 2. Ebene

Grundlage für

Bestandskonten

Aktivkonten, Passivkonten

Bilanz

Aussage

Unternehmenserfolg (zu einem bestimmten Zeitpunkt)

Gewinn / Verlust (in einem bestimmten Zeitraum)

Hier geht es direkt weiter zu den einzelnen Kontenarten:

Bestandskonten

Erfolgskonten

Jedes Konto hat zwei Seiten: Soll und Haben. Jedoch unterscheiden sich die Kontenarten im Hinblick auf die Buchungslogik. Dieser Sachverhalt wird im Folgenden erläutert.

Soll und Haben: Die zwei Seiten eines Kontos

Es ist gar nicht so einfach, die beiden Begriffe Soll und Haben richtig zu verstehen, da diese nichts mit den deutschen Verben sollen und haben zu tun haben. Vielmehr beschreiben die Ausdrücke die Buchungslogik, also wie eine Buchung auszuführen ist. Auf welcher Seite eines Kontos der Vorgang gebucht wird, hängt von zwei Faktoren ab:

  • Kontenart: Aktiv- oder Passivkonto? Aufwands- oder Ertragskonto?
  • Zahlungsrichtung: Zugang oder Abgang? Aufwand oder Ertrag?

Die Seite, auf der das Bestandskonto in der Bilanz steht, gibt an, wo ein Zahlungszugang gebucht wird. Aktivkonten stehen auf der linken Seite der Bilanz, Passivkonten auf der rechten Seite.

Info

Das bedeutet für die Soll- und Haben- Buchführung:

  • Zugänge auf Aktivkonten werden auf der linken Seite gebucht – also im Soll
  • Zugänge auf Passivkonten werden auf der rechten Seite gebucht – also im Haben.

Für die Erfolgskonten der GuV gilt das analog. Aufwandskonten stehen auf der linken Seite der GuV, Ertragskonten auf der rechten Seite.

Info

Das bedeutet für die Buchung:

  • Zugänge auf Aufwandskonten werden auf der linken Seite gebucht – also im Soll
  • Zugänge auf Ertragskonten werden auf der rechten Seite gebucht – also im Haben.

Die folgende Tabelle veranschaulicht nochmals, wie Geschäftsvorfälle zu buchen sind – also auf welcher Seite Zugänge bzw. Abgänge auf den jeweiligen Kontenarten erfasst werden:

Kontenart

Soll

Haben

Aktives Bestandskonto

Zahlungszugang

Zahlungsabgang

Passives Bestandskonto

Zahlungsabgang

(Video) Doppelte Buchführung am Beispiel erklärt - Buchungssätze einfach erklärt [Microsoft Excel, Anfänger]

Zahlungszugang

Aufwandskonto

Aufwand

Ertragskonto

Ertrag

Bei der Buchung eines Geschäftsvorfalls muss immer ein Konto im Soll und ein Konto im Haben belastet werden. So befinden sich Aktiv- und Passiv-Seite jederzeit im Gleichgewicht.

Soll an Haben: Ein Buchungsbeispiel

  • Der Geschäftsvorfall lautet:
    Sie überweisen die Miete für Ihre Räumlichkeiten (1000 Euro) an Ihren Vermieter.
  • Betroffene Konten:
    – Mietaufwand (Aufwandskonto): Aufwand im Soll
    – Bank (Aktivkonto): Zahlungsabgang im Haben
  • Der Buchungssatz lautet somit:

Soll

an

Haben

Mietaufwand 1000 Euro

an

Bank 1000 Euro

Bestandskonten: Die Grundlage für die Bilanz

Analog zum Aufbau der Bilanz, unterscheidet man bei den Bestandskonten auch zwischen Aktivkonten und Passivkonten.

Info

Aufbau der Bedstandskonten

  • Aktivkonten bilden die linke Seite der Bilanz.
  • Passivkonten befinden sich auf der rechten Seite der Bilanz.

Was sind Aktivkonten?

Aktive Bestandskonten bzw. Aktivkonten umfassen folgende Posten:

  • Anlagevermögen (z. B. Grundstücke, Gebäude, Finanzanlagen)
  • Umlaufvermögen (z. B. Kasse, Bankkonto, Vorräte, Forderungen)
  • Rechnungsabgrenzungsposten
  • aktive latente Steuern
  • aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die wichtigsten aktiven Bestandskonten in der Buchhaltung sind das Anlagevermögen und das Umlaufvermögen. Alle Anschaffungen, die dem Unternehmen für viele Jahre dienen sollen, werden im Anlagevermögen verbucht. Dazu gehören unter anderem Maschinen, Fahrzeuge oder Grundstücke. Beim Umlaufvermögen sind die zwei wichtigsten Unterkonten in der Regel das Bankkonto und die Kasse.

Was sind Passivkonten?

Passive Bestandskonten bzw. Passivkonten umfassen folgende Posten:

  • Eigenkapital
  • Verbindlichkeiten
  • Rückstellungen
  • Rechnungsabgrenzungsposten

Die zwei wichtigsten passiven Bestandskonten sind in der Regel das Eigenkapital, das ein Unternehmer bei der Gründung seines Geschäfts mitbringt, sowie das Fremdkapital bzw. die Verbindlichkeiten. Fremdkapital erhält der Unternehmer zum Beispiel von Banken oder anderen Investoren, in deren Schuld er anschließend steht. Diese finanziellen Mittel muss er innerhalb eines bestimmten Zeitraums inklusive Zinsen zurückzahlen.

Erfolgskonten: Die Grundlage für die GuV

Bei den Erfolgskonten unterscheidet man zwischen Aufwandskonten und Ertragskonten.

Info

Aufbau der Erfolgskonten

  • Aufwandskonten bilden die linke Seite der Bilanz.
  • Ertragskonten befinden sich auf der rechten Seite der Bilanz.

Was sind Aufwandskonten?

Über Aufwandskonten werden alle betrieblichen Aufwendungen verbucht, zum Beispiel:

  • Personalkosten
  • Abschreibungen
  • Raum- und Mietkosten
  • Ausgaben für Strom, Wasser, Gas
  • Büromaterial
  • Werbekosten
  • Fahrzeugkosten
  • Bewirtungskosten
  • u.v.m.

All diese Aufwendungen müssen getätigt werden, damit Produkte gefertigt oder Dienstleistungen vom Unternehmen erbracht werden können. Sie stehen dem Unternehmen jedoch nicht für einen längeren Zeitraum zur Verfügung, sondern müssen in regelmäßigen Abständen neu aufgewendet werden.

Was sind Ertragskonten?

In den Ertragskonten werden alle Einnahmen verbucht, die das Unternehmen erzielt. Erträge können – je nach Art des Unternehmens – aus vielen verschiedenen Quellen generiert werden. Zu den Erträgen zählen unter anderem:

  • Einnahmen aus dem Verkauf von Produkten (Umsatzerlöse)
  • Einnahmen aus Dienstleistungen
  • Zinseinnahmen
  • Mieteinnahmen
  • Werbeeinahmen
  • Spenden
  • u.v.m.

Anders als das Eigen- und Fremdkapital gehören die Erträge dem Unternehmen. Mithilfe der Erträge können die Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern bzw. das in Anspruch genommene Fremdkapital zurückgezahlt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Bestandskonten und Erfolgskonten

Grundsätzlich geben die Konten Aufschluss darüber, wo die finanziellen Mittel herkommen (Passiva und Erträge) und wofür diese eingesetzt wurden (Aktiva und Aufwendungen).

Im Unterschied zu den Bestandskonten, haben Erfolgskonten keinen Anfangsbestand. Mit jeder Rechnungsperiode beginnen Aufwand- und Ertragskonten bei null, um die Wertveränderung des laufenden Geschäftsjahres zu erfassen. Erfolgskonten erhöhen oder vermindern das Kapital und haben daher direkt Einfluss auf das Betriebsergebnis bzw. den Gewinn.

Bestandskoten haben dagegen zum Ende des Geschäftsjahres immer einen Schlussbestand, welcher dem Anfangsbestand des folgenden Geschäftsjahres entspricht. Sie erfassen außerdem wertneutrale Geschäftsvorfälle. Geschäftsvorfälle, bei denen die Bestandskonten betroffen sind, haben keinen Einfluss auf den Gewinn eines Unternehmens. Aktiv- und Passivseite sind immer im Gleichgewicht.

Der Kontenrahmen: Wie setzt sich das Kontensystem zusammen?

Bei der doppelten Buchführung kommt ein sogenanntes Kontensystem bzw. ein Kontenrahmen zur Anwendung, damit die Konten einheitlich geführt werden und auf dieser Grundlage der Jahresabschluss erstellt werden kann.

Die gängigsten Standardkontenrahmen für publizitätspflichtige Unternehmen sind:

SKR 03 (Prozessgliederungsprinzip)

SKR 04 (Abschlussgliederungsprinzip)

Jeder Kontenrahmen besteht aus einer Vielzahl von Unterkonten, die nach Kontenklassen gegliedert sind. Da sich die Wirtschaftszweige teils stark voneinander unterscheiden und demnach auch verschiedene Buchungskonten verwenden, gibt es mehrere Standardkontenrahmen für unterschiedliche Branchen. Einen Überblick über die wichtigsten Standardkontenrahmen finde Sie hier.

Häufig gestellte Frage

Welcher Standardkontenrahmen ist für mein Unternehmen geeignet?

Die meisten Unternehmen greifen auf den Standardkontenrahmen SKR 04 zurück, da dieser auf dem Aufbau des Jahresabschlusses basiert. Die Kontenführung nach diesem System erleichtert später die Erstellung von Bilanz und GuV.

(Video) Einführung in die doppelte Buchhaltung - ein Überblick

Wenn Ihr Unternehmen aber einer bestimmen Branche angehört, ist es sinnvoll, auch den dafür vorgesehenen speziellen Kontenrahmen anzuwenden.
Zum Beispiel für:

  • Zahnärzte
  • Arztpraxen
  • Hotels oder Gaststätten
  • Land- und Forstwirte
  • Einzelhandel
  • Vereine

Fragen Sie im Zweifel Ihren Steuerberater und verwenden Sie den Kontenrahmen, den dieser für Ihre Branche empfiehlt.

Aus welchen Kontenklassen besteht der SKR 03?

Der Standardkontenrahmen SKR 03, der nach dem Prozessgliederungsprinzip aufgebaut ist, besteht aus folgenden Kontenklassen:

Nr.

Kontenklassen

Beispiele

Anlage- und Kapitalkonten

Grundstücke, Geschäfts- oder Firmenwert, Geschäftsausstattung, Wertpapiere, Eigenkapital, Verbindlichkeiten

1

Finanz- und Privatkonten

Kasse, Bank, Forderungen

2

Abgrenzungskonten

Zinsen, Steuern

3

Wareneingangs- und Bestandskonten

Rohstoffe, Vorräte

4

Betriebliche Aufwendungen

Löhne und Gehälter, Mietaufwand, Werbekosten, Kfz-Kosten, Repräsentationskosten, Bewirtungskosten, Abschreibungen

7

Bestände an Erzeugnissen

fertige / unfertige Erzeugnisse

9

Vortrags- und statistische Konten

Offene Posten, Umbuchungen, Rücklagen

Aus welchen Kontenklassen besteht der SKR 04?

Der Standardkontenrahmen SKR 04, der nach dem Aufbau der Bilanz gegliedert ist, besteht aus folgenden Kontenklassen

Nr.

(Video) Doppelte Buchführung | der Unterschied zur einfachen Buchführung!

Kontenklassen

Beispiele

Anlagevermögen

Grundstücke, Geschäfts- oder Firmenwert, Geschäftsausstattung, Anlagen und Maschinen, Finanzanlagen, Beteiligungen, Wertpapiere

1

Umlaufvermögen

Vorräte, Rohstoffe, fertige / unfertige Erzeugnisse, Waren, Forderungen, Kasse, Bank

2

Eigenkapitalkonten

Eigenkapital, Rücklagen

3

Fremdkapitalkonten

Fremdkapital, Rückstellungen, Verbindlichkeiten

4

Betriebliche Erträge

Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen

5 und 6

Betriebliche Aufwendungen

Materialaufwand, Wareneingang, Personalaufwand (Löhne und Gehälter), Abschreibungen, kalkulatorische Kosten

7

Weitere Erträge und Aufwendungen

Erträge aus Beteiligungen, Zinsen, außerordentliche Erträge und Aufwendungen

8

Vortrags- und statistische Konten

Vortragskonten, Rechnungsabgrenzung, Offene Posten, BWA

Die Vor- und Nachteile der doppelten Buchführung

Warum sich mit den Vor- und Nachteilen der doppelten Buchführung auseinandersetzen? Weil manche Unternehmer nicht buchführungspflichtig sind, sich jedoch freiwillig für die doppelte Buchführung entscheiden können. In welchen Fällen es sinnvoll ist, die doppelte Buchführung anstelle der EÜR zu machen, erklären wir anhand der Vor- und Nachteile.

Vorteile der doppelten Buchführung

Die doppelte Buchführung hat einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie erlaubt wesentlich komplexere Auswertungen. Aus der EÜR eines Unternehmens kann man lediglich den Gewinn oder Verlust ableiten. Die doppelte Buchhaltung erlaubt umfassendere Aussagen. Auch Veränderungen über längere Zeiträume können besser nachvollzogen werden. Auswertungen aus der doppelten Buchführung sind besonders wichtig, wenn zukunftsorientierte Entscheidungen anstehen, zum Beispiel zu neuen Produkten oder zur Einstellung von Mitarbeitern.

Die doppelte Buchführung ist auch besonders interessant für den Fall, dass ein Unternehmen einen Kredit in Anspruch nehmen möchte. Banken können die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens so wesentlich besser einschätzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen einen Kredit gebilligt bekommt ist deutlich größer, sofern die Kreditwürdigkeit gegeben ist.

  • komplexe Auswertungen möglich
  • wichtiges Instrument für zukunftsorientierte, unternehmerische Entscheidungen
  • einfachere Beurteilung der Kreditwürdigkeit

Nachteile der doppelten Buchhaltung

Anders als bei der EÜR werden die einzelnen Geschäftsvorfälle bei der doppelten Buchhaltung bestimmten Konten zugewiesen. Sie werden dabei doppelt gebucht: Einmal als Zugang auf einem Konto und einmal als Abgang auf dem Gegenkonto. Diese doppelte Buchung ist komplexer und aufwendiger und setzt ein steuerliches und buchhalterisches Vorwissen voraus.

Außerdem müssen die Buchungen entweder einmal pro Quartal oder einmal pro Monat ans Finanzamt übermittelt werden. Auf dieser Basis wird die eingenommene Umsatzsteuer berechnet und vom Finanzamt eingezogen. Das ist zwar auch bei der EÜR der Fall, doch mit einem Unterschied: Die Umsatzsteuer auf den Ausgangsrechnungen wird auch dann eingezogen, wenn die Rechnungen nur eingebucht, aber noch nicht vom Kunden beglichen wurden. Der Unternehmer muss so mit der Umsatzsteuer in Vorleistung gehen.

  • komplexere Buchungslogik
  • setzt buchhalterisches Vorwissen voraus
  • Umsatzsteuer wird auch für Rechnungen eingezogen, die noch nicht beglichen wurden

(Video) Buchungssätze | Einfach erklärt (mit Beispielen)
  • Die Grundlage der doppelten Buchführung ist das doppelte Buchen von Geschäftsvorfällen auf zwei Konten: Konto und Gegenkonto (Soll und Haben)
  • Ziel der doppelten Buchführung ist das Erstellen des Jahresabschlusses – inkl. Bilanz und GuV
  • Buchführungspflichtig sind Unternehmen mit bestimmten Unternehmensformen. Darüber hinaus zählt der Eintrag ins Handelsregister, sowie die Überschreitung bestimmter Umsatz- und Gewinngrenzen.
  • Buchführungspflichtig (Pflicht zur doppelten Buchführung) sind alle Gewerbetreibende, die eine vom Gesetzgeber festgelegte Einkommensgrenze überschreiten sowie Gesellschaften mit bestimmten Rechtsformen, z. B. GmbHs.
  • Bestandskonten sind die Grundlage für die Bilanz, während die GuV auf Basis der Erfolgskonten erstellt wird.
  • Zur einheitlichen Kontenführung kommen sogenannte Standardkontenrahmen (SKR) zum Einsatz. Für spezielle Branchen gibt es individuelle SKR.

FAQs

Wie erklärt man doppelte Buchführung? ›

Die doppelte Buchhaltung (auch “doppelte Buchführung” oder “Doppik”) ist ein kaufmännisches Buchführungssystem, mit dem Geschäftsvorfälle zweimal erfasst werden (daher “doppelte Buchhaltung”): Geschäftsvorfälle werden auf zwei Konten, Konto und Gegenkonto, gebucht.

Was sind die Aufgaben der Buchführung? ›

Als ein wesentlicher Bestandteil des Rechnungswesens zeichnet die Buchführung alle zahlenmäßigen Geschäftsvorfälle auf und hält so das Ergebnis des unternehmerischen Handelns fest. Anhand dieser Aufzeichnungen können jederzeit Einnahmen und Ausgaben, Aufwendungen und Erträge, Vermögen und Kapital festgestellt werden.

Wie lautet das Schema der doppelten Buchführung? ›

Die doppelte Buchführung Definition lautet: Alle Buchungen müssen doppelt verbucht werden, jeweils auf einem Konto im Soll und auf einem Gegenkonto im Haben mit dem jeweils gleichen Betrag! Zudem ermöglicht die doppelte Buchführung die Ermittlung des Erfolges zweifach.

Warum ist doppelte Buchführung notwendig? ›

Diese doppelte Buchung stellt die rechnerische Richtigkeit aller erfassten Vorgänge sicher. Die doppelte Buchführung umfasst nicht nur Einnahmen und Ausgaben, sondern auch Aufwendungen und Erträge, sowie Vermögen und Kapital. Hier im Überblick: Wareneingang und Warenbestand.

Warum muss man doppelte Buchführung machen? ›

Mit der doppelten Buchführung wird somit die rechnerische Richtigkeit aller Buchungen und Aufwendungen sichergestellt. Aus den verschiedenen Buchungen entsteht durch Abschluss der einzelnen Bestandskonten zum Bilanzstichtag schließlich eine Bilanz.

Wie lauten die drei Arten der Buchführung? ›

klassisch, digital und digital mit Online-Archivierung.

Wie bucht man? ›

Die allgemeine Form eines Buchungssatzes lautet: SOLL an HABEN, Betrag: Das heißt, es wird zuerst das Konto genannt, auf dem links (im Soll) gebucht wird. Dann wird das Konto recht (im Haben) gebucht. Zuletzt wird der Betrag genannt.

Welche Buchungssätze gibt es? ›

Es gibt einfache und zusammengesetzte Buchungssätze. Der Unterschied liegt darin, dass bei einem einfachen Buchungssatz genau zwei Konten betroffen sind, bei einen zusammengesetzten Buchungssatz sind es mindestens drei Konten.

Welche Konten sind aktiv und passiv? ›

Während sich der Anfangsbestand eines Aktivkontos auf der Aktivseite befindet, steht der Endbestand auf der Passivseite. Konten wie Bankverbindlichkeiten oder Spareinlagen, die das Eigen- und Fremdkapital eines Unternehmens betreffen, sind Passivkonten, die auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen werden.

Warum heißt es soll an Haben? ›

Der Ursprung von „Soll und Haben“ wird von Balduin Penndorf in der Übersetzung eines Werkes von Luca Pacioli wie folgt erklärt: „Dem Kontentitel folgte das Soll und das Haben, das italienisch deve dare und das italienisch deve avere (deutsch „soll geben“, „soll haben“).

Soll und Haben Beispiel? ›

In der Buchführung werden die Begriffe: „Soll und Haben“ ähnlich definiert: Soll: Stellt in der Buchhaltung Vermögenswerte dar, zum Beispiel verfügbares Vermögen aus Bank- und Barvermögen. Haben: Stellt in der Buchhaltung Verbindlichkeiten dar. Beispiel hierfür lang- und kurzfristige Kredite und Schulden.

Wer macht die doppelte Buchführung? ›

In erster Linie sind Kapitalgesellschaften, wie etwa die GmbH oder AG, per Gesetz verpflichtet, ihre Geschäftsvorgänge nach dem System der doppelten Buchführung zu erfassen. Ferner müssen auch Einzelunternehmen und Unternehmen, die ein selbstständiges Handelsgewerbe betreiben, eine doppelte Buchführung erstellen.

Was ist der Unterschied zwischen Aktiva und Passiva? ›

Aktiva, also die Aktivseite, zeigt auf, welches Vermögen dem Unternehmen zur Verfügung steht, mit dem letztlich aktiv gearbeitet werden kann. Die Passivseite, also Passiva hingegen zeigt auf, wie das Vermögen im Unternehmen finanziert wurde – entweder mit Eigenkapital oder mit Verbindlichkeiten (Kredit).

Was ist der Unterschied zwischen einfacher und doppelter Buchführung? ›

Die umfassenden Buchführungspflichten von Kaufleuten werden dabei als „doppelte Buchführung“ bezeichnet. Die vereinfachten Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten von Freiberuflern und Kleingewerbetreibenden nennen wir „einfache Buchführung“.

Was ist in der GuV? ›

Die Gewinn- und Verlustrechnung erstellt alle Aufwendungen und Erträge eines gewissen Zeitraums gegenüber – meistens eines Geschäftsjahrs. Da es sich um ein Konto der Passivseite der Bilanz handelt, werden Erträge im Haben gebucht und Aufwendungen im Soll.

Was ist das Wichtigste in der Buchhaltung? ›

Als wichtigster Bestandteil gilt die sogenannte Finanzbuchhaltung (FiBu), die im Wesentlichen die Bilanzierung und die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) beinhaltet und zu den Grundlagen der Buchführung gehört.

Was ist ein FiBu Konto? ›

Fibu ist die Abkürzung für Finanzbuchhaltung Konten unterscheidet man zwischen Ertragskonten und Aufwandskonten. Ertragskonten werden für Verkäufe verwendet und Aufwandskonten für Ware die Sie einkaufen.

Was gehört zu FiBu? ›

Die Finanzbuchhaltung stellt die Erfassung aller Zahlungsvorgänge eines Unternehmens sowie die nötigen Bewertungen desselben dar. Sie gehört neben der Planungsrechnung, der Kosten- und Leistungsrechnung sowie der betriebswirtschaftlichen Statistik zum betrieblichen Rechnungswesen.

Soll und Haben Eselsbrücke? ›

Jeder Buchungssatz ist nach dem Schema „per Soll an Haben“ aufgebaut. Du kannst dir daher die einfache Eselsbrücke merken: „Wo ein per ist, ist auch ein an. “

Wie lautet der Buchungssatz wenn ich eine Rechnung bezahlt? ›

Wenn also ein Kunde eine Rechnung per Überweisung bezahlt, wird dein Bankguthaben größer, die Forderungen kleiner. Der Buchungssatz lautet demnach: Bank an Forderungen. Überweist der Unternehmer eine Kreditrate, verringern sich Bankkonto und auch der Kredit, also heißt es: Kredit an Bank.

Soll und Haben Konto einfach erklärt? ›

Soll und Haben sind kaufmännische Begriffe aus der Kontoführung und der Buchführung. In der Kontoführung symbolisiert das Soll einen Minussaldo oder einen Abgang auf einem Konto, das Haben einen Plussaldo oder einen Zugang auf einem Konto.

Wie buche ich den Gewinn? ›

Der Buchungssatz lautet: Eigenkapital an GuV-Konto. Oder die Erträge sind höher als die Aufwendungen, bezeichnet als Jahresüberschuss. Wird ein Überschuss erwirtschaftet, wird der Gewinn auf die Haben-Seite des Eigenkapital-Kontos gebucht und das Eigenkapital wächst. Der Buchungssatz lautet „GuV-Konto an Eigenkapital“.

Wie Kontiere ich richtig? ›

Beim Kontieren entscheidet der Buchhalter auf welchen Konten der Beleg gebucht werden soll. Die entsprechenden Konten werden auf dem Beleg notiert. Zusätzlich sollte auf den Belege ein Belegvermerk (z.B. ER16 für Eingangsrechnung Nr. 16) aufgebracht werden.

Welche Konten müssen auf Null sein? ›

Alle Erfolgskonten müssen bei Null starten. Zu den Ertragskonten zählen Umsatzerlöse und Zinserträge, während zu den Aufwandskonten Miete und Steuern gehören. Die Erfolgskonten werden ins Ergebnisrechnungskonto aufgenommen.

Ist Kasse ein Aktivkonto? ›

Aktivkonten sind alle Konten, die sich auf der Aktivseite der Bilanz befinden. Dazu zählen Konten wie z.B. Gebäude, Maschinen, Fuhrpark oder Kasse.

Ist die Bank ein Passivkonto? ›

Das Bankkonto ist das einzige Bestandskonto, das sowohl als Aktivkonto (Bankguthaben) als auch als Passivkonto (Bankverbindlichkeiten) in der Bilanz erscheinen kann.

Ist Eigenkapital ein Passivkonto? ›

Für jeden Posten der Passiva wird jeweils ein Passivkonto eingerichtet. Dazu zählen zum Beispiel das Eigenkapital, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen, Hypotheken usw. Beim Passivkonto befinden sich der Anfangsbestand und die Zugänge auf der Haben-Seite.

Was ist der EB wert? ›

EB-Wert (Eröffnungsbilanzwert): Nur aktive oder passive Bestandskonten haben einen EB-Wert. Es ist der Anfangssaldo eines Kontos zu Beginn des Geschäftsjahres.

Wer sind die Debitoren? ›

Bedeutung: Umgangssprachlich bezeichnet der Begriff Debitor nichts anderes als einen Kunden. Ein Kunde schuldet Geld, da die Leistung bereits ausgeführt wurde, er allerdings noch nicht bezahlt hat. So wird ein Kunde zu einem Schuldner (“Debitor”).

Was versteht man unter Verbindlichkeiten? ›

Eine Verbindlichkeit ist die Verpflichtung eines Unternehmers (Schuldner) gegenüber seinen Lieferanten oder Kunden (Gläubiger). Diese Verbindlichkeit besteht meist finanziell in Form einer Geldleistung, sie kann jedoch auch aus einer anderen Leistung bestehen.

Was ist ein Buchungssatz Beispiel? ›

Die allgemeine Formel für Buchungssätze lautet: Soll an Haben. Werden also beispielsweise 100 Euro von der Kasse auf das Betriebskonto überwiesen, lautet der Buchungssatz für diese Transaktion: Bank 100 Euro an Kasse 100 Euro.

Wie bucht man Aufwandskonten? ›

Die Buchung von Aufwendungen auf dem Aufwandskonto

Aufwendungen sind immer auf der Soll-Seite des jeweiligen Aufwandskontos zu buchen, da sie das Eigenkapital reduzieren. Die „Hanseatic Hardware AG“ zahlt im Juni 2020 Löhne und Gehälter in Höhe von insgesamt 45.000 EUR aus.

Warum immer soll an Haben? ›

Ein Grundsatz in der doppelten Buchführung ist die Buchung von Soll an Haben. Es wird immer von Soll an Haben gebucht. Die wenigen Ausnahmen, wie bei der Behandlung von Währungsdifferenzen in der Konzernbuchhaltung, können vernachlässigt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einfacher und doppelter Buchführung? ›

Die umfassenden Buchführungspflichten von Kaufleuten werden dabei als „doppelte Buchführung“ bezeichnet. Die vereinfachten Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten von Freiberuflern und Kleingewerbetreibenden nennen wir „einfache Buchführung“.

Wer muss eine doppelte Buchführung machen? ›

In erster Linie sind Kapitalgesellschaften, wie etwa die GmbH oder AG, per Gesetz verpflichtet, ihre Geschäftsvorgänge nach dem System der doppelten Buchführung zu erfassen. Ferner müssen auch Einzelunternehmen und Unternehmen, die ein selbstständiges Handelsgewerbe betreiben, eine doppelte Buchführung erstellen.

Wie lauten die drei Arten der Buchführung? ›

klassisch, digital und digital mit Online-Archivierung.

Was ist der Unterschied zwischen Haupt und Nebenbuch? ›

Um das Hauptbuch übersichtlich zu gestalten, wurden Nebenbücher geführt, in denen Hauptbuchkonten ausgegliedert werden und näher erläutert werden. Ein Nebenbuch ist zum Beispiel das Kontokorrentbuch für die Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber Lieferanten.

Was ist Unterschied zwischen Hauptbuch und Nebenbuch? ›

Die Gesamtheit all dieser Konten, welcher sich Unternehmen für das Verbuchen ihrer Geschäftsvorfälle bedienen, stellt das Hauptbuch dar. Bestimmte, besonders interessante Konten dieses Buches, wie bspw. das Sammelkonto Debitoren, werden in einem Nebenbuch detaillierter geführt.

Videos

1. Die doppelte Buchhaltung - Die Bilanz
(Isabella Hirtl)
2. Buchungssätze - Beispielaufgaben zum Rechnungswesen
(Wirtschaft - simpleclub)
3. Einfache und doppelte Buchführung
(Sylvia Krapp)
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Author: Rev. Leonie Wyman

Last Updated: 03/26/2023

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Name: Rev. Leonie Wyman

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Introduction: My name is Rev. Leonie Wyman, I am a colorful, tasty, splendid, fair, witty, gorgeous, splendid person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.